Freitag, 23. September 2016

The same procedure as every time

Nichts hat sich geändert, wird mir mal wieder bewusst, wenn ich über die momentane Situation Zuhause nachdenke. Kommt mir immer noch vor wie gestern, als ich hier über das schlechte Verhältnis zu meiner Mutter geschrieben habe. Sind aber jetzt vier Jahre her. Dennoch ist es immer das selbe mit ihr und mir. Wir kommen nicht miteinander klar, wir ecken an, wir streiten. Ich habe irgendwann gelernt in ihre Bahnen zu lenken, um sie zu besänftigen. Mir ging die Kraft aus, ich hatte keine Lust und Zeit mich in dieser Form weiter mit ihr auseinander zu setzen. Stattdessen habe ich mich gefügig gemacht wie sonst was. Natürlich, jetzt wehre ich mich kaum noch. Was der Preis dafür ist? Will ich gar nicht drüber nachdenken. Aber es hilft, denn so rastet sie weniger aus. Bald ziehen wir um und ich will alles dafür tun, nicht mit zu ziehen. Es wäre so viel einfacher bei meinem Vater zu bleiben. Immer noch genau der selbe Standpunkt wie vor vier Jahren. Aber da war ich erst 17. Heute hab ich immer noch Schiss zu sagen: "Ich ziehe nicht mit, ist besser für mich und ich bin alt genug." Sie hat einen Drang dazu alles tot zu diskutieren, in alle Einzelheit zu zerpflücken und es ist ihr egal auf welche Kosten das geht. Solange es nicht ihre sind. Bin's satt für sie eine Puppe zu sein. Sie hat die Fäden in der Hand. Ich dafür die Schere. Nur die Schere ist zu schwer um sie hoch zu heben und die Fäden sind zu dick um sie schnell durch zu schneiden. Ich brauche ein Messer. Doch ein Messer zu führen erfordert Mut. Oder Angst.

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