Mittwoch, 25. Mai 2016

Von Trinkspielen und Punkten

Könnte ein neues Trinkspiel erfinden. Jedes mal, wenn meine Mutter "Das ist der Punkt" sagt, einen trinken. Ich wäre längst hacke dicht, nach jeder Diskussion. Ich stell mir immer bildlich vor, wie viele Punkte es bei ihr gibt. "Denn genau DAS ist der Punkt.", aber in einem nächsten Thema ist "genau DAS der Punkt." Na, was ist denn jetzt der Punkt? Der Punkt ist, Freunde der Nacht, meine Zweifel stinken bis zum Himmel. Ich stelle alles an mir in Frage. Momentan befinde ich mich in einem enormen Tief und versuche irgendwie mich an allem hochzuziehen, aber merke schnell, dass mein Aufstieg durch matschigen nassen Untergrund gehindert wird. Ich verweile also hier unten und gucke von da aus auf mein sogenanntes "Leben". Das besteht momentan aus einem Studium, was sich unsäglich in die Länge zieht und was eigentlich überhaupt nicht mehr meins ist und einem Praktikum, was sich einfach unsäglich in die Länge zieht und überhaupt nicht meins ist. Also spiele ich öfter mit dem Gedanken abzubrechen. Im sechsten Semester? Die Leute würden denken, ich hätte ne Latte locker. Vielleicht habe ich das ja auch. Wieso muss man sich durchquälen? Wieso etwas zu ende bringen, nur damit am Ende niemand fragt, warum da eine Lücke im Lebenslauf ist, oder warum das Studium abgebrochen wurde. Warum eigentlich? Ich will das Studium nicht weiter machen, weil es nicht mehr meinen Interessen entspricht. Weil ich einfach so überhaupt gar nicht mit Menschen kann. Das ist alles ziemlich dumm gelaufen. Ich glaube ich muss mich erst mal selbst finden. Habe schon an eine Backpackertour gedacht. Einfach Rucksack packen und mit meiner Freundin los. Mal sehen wo wir landen. Aber seien wir doch mal ehrlich, ich werde selbst danach meine Zweifel nie ablegen. Und um es mal mit den Worten meiner Mutter zu sagen.. Das ist der verdammte Punkt.

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