Donnerstag, 24. März 2016

2.0

Kapitel 35

Thierry



    Seine Finger schnürten sich um den dünnen Hals. Ihre Augen traten hervor und sie schien vollkommen weggetreten zu sein. Vielleicht verlor sie auch gerade das Bewusstsein. Er konnte sein Herz schlagen hören. Es war so laut, dass es sich unter das rauschen in seinen Ohren mischte. Ihre Fingernägel krallten sich fest in seinen Unterarm und er drückte noch fester zu. „Du bringst mich gleich um.“, stieß sie erstickt hervor und in ihrer Stimme klang keine Angst mit. Vielleicht ging sie davon aus, dass er rechtzeitig aufhörte, aber dabei wusste er doch gar nicht wann das sein würde. Hektisch atmend löste er seine dünnen Finger von ihrem Hals. Er hatte riesige Abdrücke hinterlassen die vermutlich bald blau werden würden. In ihren Augen blitzte immer wieder die Lebensmüdigkeit auf. Sie war darauf gefasst, dass er sie aus versehen umbrachte und es machte sie unglaublich geil. Ihr Körper setzte sich in Bewegung, bis sie sich mit ihm drehte und jetzt oben saß. Sie schien vollkommen sicher mit dem zu sein was sie da tat. Immer wieder bewegte ihr Körper sich hoch und runter. Ihre roten Fingernägel kratzten über seine Brust, aber nicht bloß oberflächlich. Es fühlte sich an, als würde sie so tief kratzen, dass es gleich anfangen würde zu bluten. Er verzog das Gesicht nicht, denn es schmerzte nicht mal ansatzweise. Wieder drehten sie sich und er lag zwischen ihren Beinen. Ebenso wie sie, bewegte er seine Hüften schnell und ohne Hemmungen. Seine Augen flatterten immer wieder, genau so wie ihre Lider. Das Bett knallte bei jedem Stoß gegen die Wand und er hielt den Atem an, um alles von ihr zu hören. Er wollte jedes Stöhnen und Schreien in sich aufnehmen und es nie wieder los lassen. Sie riss die Augen auf, als er tiefer in sie eindrang. Ihr spitzer Schrei war von Lust erfüllt und ihr Faust schlug gegen seine Schulter. Sie hatte eine unglaubliche Kraft für eine junge Frau. Der Schmerz der durch seine Schulter jagte trieb ihn dazu es schneller und noch tiefer zu machen, bis sie nur noch laut und hektisch Atmen konnte. Einige Momente bewegten sie sich so miteinander, bis sie ausholte und ihre Hand schallend auf seine Wange traf. Sein Kopf flog zur Seite und seine Augen rollten nach hinten. Der Schlag zog sich durch seinen kompletten Körper. Er fing an zu kribbeln und überall unter Strom zu stehen. Langsam drehte er den Kopf zu ihr zurück und starrte sie mit offenem Mund an, bevor er weiter machte. Diesmal härter. Schneller. Tiefer. Mit wesentlich mehr Nachdruck und einem Gefühl was er niemals vorher gespürt hatte.


Davon darf niemand was erfahren, Thierry.“, flüsterte sie an sein Ohr, als sie die Türe öffnete und verschwand. Davon würde niemand erfahren. Er war doch erst 14.

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